Wasserverbrauch bei Fleisch VS. Wasserverbrauch bei Pflanzen

Hoher Wasserverbrauch bei der Fleischproduktion: Der Wasserverbrauch sinkt erheblich bei veganer Ernährung!

Die Produktion von Fleisch, Milch sowie Molkereiprodukten, Fischfleisch, Eiern und anderen tierischen Produkten produziert nicht nur Tierleid, sondern stellt eine ineffiziente Ressourcenverschwendung dar. Vor allem die Wasserverbrauch ist enorm. Etwa 30 Prozent des weltweit genutzten Wassers werden für die Produktion von tierischen Produkten genutzt. Wie hoch diese Zahl wirklich ist, wird deutlich, wenn man bedenkt, dass nur 3 Prozent des globalen Wassers als Trinkwasser gelten, wovon nur etwa 0,4 Prozent für die Menschen zugänglich sind. Diese Wasservorkommen sind entweder in polaren Eiskappen und Gletschern eingeschlossen, in der Atmosphäre oder im Boden gespeichert, stark verschmutzt oder liegen zu weit unter der Erdoberfläche, um entnommen werden zu können.

Wasserverbrauch: ca. 15.500 Liter

Bei der Produktion tierischer Produkte nimmt der Futtermittelanbau den Löwenanteil am Wasserverbrauch ein. Für die Produktion von nur einem Kilogramm Rindfleisch werden bis zu 7 Kilogramm Futtermittel und 15.300 Liter Wasser benötigt. Unter Einberechnung von Trinkwasser für die Tiere und Wasser für die Reinigung der Ställe ergibt sich die unglaubliche Summe von 15.500 Liter Wasser für die Produktion von nur einen Kilogramm Rindfleisch. Diese Menge reicht für ein Jahr Duschen.

Rindfleischburger vs. Sojaburger

Vergleichen wir den Wasserverbrauch für die Produkrion eines Rindfleischburgers mit dem eines Sojaburgers, oder den Wasserverbrauch für die Produktion von Milch vs. Sojadrink, dann zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen rein pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln. Die Herstellung eines 150-Gramm-Rindfleischburgers erfordert durchschnittlich 2.350 Liter Wasser, ein Sojaburger hingegen benötigt durchschnittlich 158 Liter. Auch bei Sojadrinks ist dieser Unterschied enorm. Die Produktion eines Liter Kuhmilchs verbraucht durchschnittlich 1.050 Liter Wasser. Beim Sojadrink sind es hingegen nur 297 Liter.

Quellen:

Gerbens-Leenes P.W./ Mekonnen M.M. / Hoekstra A.Y. (2013): The water footprint of poultry, pork and beef: A comparative study in different countries and production systems, Water Resources and Industry, Volumes 1-2, Pages 25-36, Enschede, The Netherlands
Castelo, Jeremiah: What is the Percentage of Drinkable Water on Earth?, (10.04.2018), https://worldwaterreserve.com/water-crisis/percentage-of-drinkable-water-on-earth/ (eingesehen am 29.06.2020)
Worldwatch Institute (Hrsg.) (2004): Meat. No it’s Not Personal. Washington: Worldwatch Institute, World Watch Magazine.
Sonnenberg, Anke / Chapagain, Ashok / Geiger, Martin / August, Dorothea (2009): Der Wasser-Fußabdruck Deutschlands – Woher stammt das Wasser, das in unseren Lebensmitteln steckt?, Frankfurt am Main, WWF Deutschland. http://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/pdf_neu/wwf_studie_wasserfussabdruck.pdf
Ercin, A. E. / Aldaya, M. M. / Hoekstra, A. Y. (2011): The Water Footprint of Soy Milk and Soy Burger and equivalent Animal Products. Value of Water Research Report Series No. 49. UNESCO-IHE Institute for Water Education. Delft, Niederlande

Vegan im Urlaub - Tipps für stressfreie Ferien

Vegan Reisen

Spezielle Angebote für Veganer*innen im Urlaub sind meistens noch sehr selten, aber mittlerweile gibt es viele Internetportale, die vegane Hotels und Restaurants empfehlen und vereinzelte Reiseanbieter haben sogar vegane Reisen im Angebot. Ein veganer Urlaub muss heute also nicht mehr nur aus Bananen, Müsliriegeln und Studentenfutter bestehen und auch beim Komfort der Unterkunft müsst ihr längst keine Abstriche machen. Das heißt aber nicht, das jemand als Veganer*in auf diese Angebote angewiesen ist. Eine spontane vegane Reise in den Urlaub muss nicht schwierig sein. Zwar ist die Auswahl für Veganer*innen beim Frühstücksbuffet in gewöhnlichen Hotels eher dürftig und vegane Gerichte auf Speisekarten den meisten Restaurants sind eher selten oder man muss sie sich selbst durch Weglassen von Zutaten zusammenstellen, aber das heißt nur, dass man im Urlaub auch jenseits der üblichen Hotspots unterwegs sein muss, was der ganzen Reise eine schöne Abenteuernote verpasst, die dem Urlaub einen besonderen Charakter gibt.

Vegan im Urlaub - Tipps für stressfreie Ferien
Vegan im Urlaub – Tipps für stressfreie Ferien

Tipps für vegan Reisen

Ein veganer Urlaub beginnt bereits daheim in den eigenen vier Wänden. Internetseiten, die vegane Hotels und Restaurants auflisten, sind nicht das Einzige, was man im Vorfeld zu Rate ziehen kann. Häufig ist es schon hilfreich das Reiseziel + vegan reisen in eine Suchmaschine einzutippen, um viele praktische Tipps oder konkrete Hinweise auf vegane Hotels und Restaurants zu bekommen. Wenn man tatsächlich keine auf vegane Reisen eingestellte Unterkunft gefunden hat, kann man durchaus vor der Reise im Hotel anrufen und nachfragen, ob es dennoch möglich wäre ein veganes Frühstück zu bekommen. Das Gleiche gilt im übrigen auch für den Flug. Die meisten Airlines bieten eine vegane Alternative an, jedoch muss man diese vor der Reise bestellen. Möchte man im Urlaub lieber auswärts, als im Hotel essen, ist es ratsam sich im Vorfeld über die Zubereitung und die Zutaten traditioneller, einheimischer Gerichte zu informieren. Vor Ort kann man auch immer freundlich im Restaurant nachfragen, ob man etwas veganes zu Essen bekommt. Peta Deutschland bietet sogar den praktischen Vegan Passport an. Dieser listet in mittlerweile rund 74 Sprachen auf, was Veganer alles essen und erleichtert so die Kommunikation enorm.

Vegan Reisen innerhalb Deutschlands

Urlaub in Deutschland wird immer beliebter, egal ob an den Küsten, in den Bergen oder dazwischen. Als veganes zu Reiseiel ist Deutschland nahezu ideal. Neben veganen Hotels gibt es auch zahlreiche Pensionen und Gasthäuser, die sich an vegane Urlauber*innen angepasst haben. Wellness-Reisen, Kuren oder Sport- und Aktivurlaube lassen sich hier ideal kombinieren und wer es gerne etwas komfortabler mag, muss auch auf eine gehörige Portion Luxus nicht verzichten. Kleine Schlösser, alte Rittergüter und Biobauernhöfe haben sich zum Teil auf vegane Gäste eingestellt und bieten zusätzlich Aktivitäten wie Fitness, Kuren, Yoga- oder Pilateskurse an. Eine besonders große Auswahl veganer Hotels und Restaurants findet man natürlich in Großstädten wie Berlin und Hamburg. Es gibt auch ganz besondere Highlights, wie vegane Flusskreuzfahrten zu entdecken.

Vegan reisen in der ganzen Welt

Es gibt natürlich Orte auf der Welt, die sich mehr für vegane Reisen anbieten als andere. Urlaub in Asien gilt allgemein als sehr veganfreundlich, da bereits viele Gerichte traditionell vegetarisch sind. Aber auch hier ist Vorsicht geboten. Das traditionell indische Ghee ist zum Beispiel Butterschmalz, der zum Kochen und Braten verwendet wird und auch viele andere asiatische Gerichte werden mit Ei, Fischsoße oder Meeresfrüchtepastezubereitet. Für einige vielleicht überraschend, aber sogar die USA sind trotz Burger, Bacon und Co. sehr veganfreundlich. Sogar große Fastfoodketten wie etwa Taco Bell bieten vegane Gerichte an. Wie so häufig ist auch hier Kalifornien der Vorreiter. Hier gibt es zum Beispiel die vegane Restaurantkette Loving Hut, die ursprünglich aus Taiwan stammt und weltweit bereits circa 200 Filialen betreibt.