Vegan Shoppen – Tipps für den Supermarkt

Vegan Shoppen – Tipps für den Supermarkt

Vegan Shoppen – 10 Tipps für den Supermarkt

Vegan Shoppen – 10 Tipps für den Supermarkt

Gerade für Einsteiger ist vegan shoppen im Supermarkt etwa so wie die sprichwörtliche Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen. Fragen wie etwa, ob Milchsäure vegan ist oder ob der Saft mit Gelatine geklärt wurde, stellen sich. Wir haben hier Tipps für euch, wie euer veganer Einkauf im Supermarkt erleichtert wird.

Euer veganer Lieblingssupermarkt

Ihr sollt euch wohlfühlen. Wählt lieber einen Supermarkt mit gut ausgelobten, fein sortierten Lebensmitteln aus. Es muss kein Reformhaus und kein Feinkostladen sein. Auch einige Discounter und Supermärkte haben längst eine breite Palette veganer Produkte in ihrem Sortiment. Ein tolles und gut sortiertes Sortiment veganer Produkte haben zum Beispiel REWE, Aldi oder Lidl.

Von allem etwas

Wenn ihr spontane Käufer seid, hilft vielleicht folgender Tipp. Packt aus diesen fünf Nahrungsgruppen jeweils ein paar Lebensmittel in euren Einkaufswagen:

  • Gemüse: grünes Gemüse bevorzugen
  • Früchte: frisch und bunt zusammenstellen
  • Vollgetreide, sowie Kartoffeln, Reis u.a.
  • Eiweiße: Hülsenfrüchte, Fleischalternativen, Pflanzendrinks Milch, veganer Joghurt
  • Öle/Nüsse/pflanzliche Fette

Angelehnt ist das 5-Gruppen-Modell an die Healthy Eating Plate. Ihr wollt mehr über gesunde vegane Ernährung und wichtige Nährstoffe wissen? Dann ladet euch kostenlos das E-Book von Niko Rittenau „Vegan Klischee, ade“ herunter.

Vegane Freunde in der Bio-Ecke

Wenn ihr mal ganz verloren in einem unbekannten Supermarkt seid, dann können euch die Freunde in der Bio-Ecke helfen. Hier verstecken sich meist auch vegane Lebensmittel. Hier sind die Zutatenlisten bei bio Produkten oft kürzer, da weniger Zusatzstoffe erlaubt sind. Da findet man sich schnell und leicht zurecht.

Vegan Shoppen – Tipps für den Supermarkt
Vegan Shoppen – Tipps für den Supermarkt

Unverpackt, saisonal, regional

Weil wir schon bei Bio sind. Beim Einkaufen auch auf unverpackte frische Lebensmittel achten. Plastiktüte ade! Hallo Jutebeutel! Sehr sexy ist auch, wenn ihr saisonal und regional passendes Gemüse und Obst kauft. Da freut sich die Erde. Saisonales Obst und Gemüse enthalten auch mehr Vitamine als z.B. Lagerbestand.

Auf den zweiten Blick

Achtet auch auf sogenannte versteckte tierische Inhaltsstoffe! Es ist nicht alles gold, was glänzt. Soll heißen: es ist nicht alles vegan, was auf den ersten Blick so scheint. Besondere Vorsicht bei Fruchtsäften, Weinen, Gummibärchen, Chips oder stark verarbeiteten Lebensmitteln. Seid ihr euch nicht so sicher mit der tierischen/pflanzlichen Herkunft, helfen euch Siegel  oder der Ratgeber.

Leider sind manche Verarbeitungshilfsstoffe bzw. deren vegane Herkunft nicht von der Zutatenliste erkennbar. Das heißt, es ist es nicht immer möglich, verarbeitete Lebensmittel auf vegane Kriterien zu prüfen. Hier helfen Siegel und Labels von bekannten Veggie-Organisationen. Das V-Label (ProVeg Deutschland) oder die Veganblume (Vegan Society, UK) sind da verlässliche Möglichkeiten. So seht ihr ob Produkte für die vegane Ernährung geeignet sind. Eine tolle Übersicht bei verschiedenen Siegeln und deren Kriterien bieten Siegelklarheit oder Label-Online.

Erfolgskurs veganer Produkte
Erfolgskurs veganer Produkte

Spuren von Milch und Ei?

Auf manchen Verpackungen findet ihr Spurenangaben wie Milch, Ei, Krebstiere… bei sonst rein veganer Rezeptur laut Zutatenliste. Don’t panic! Spurenangaben sind freiwillige Herstellerangaben und nur für Allergiker wichtig. Damit sichern sich Hersteller rechtlich ab, denn geringste Mengen können bei Allergikern bereits gesundheitliche Folgen haben. Das Produkt ist trotzdem vegan! Ob die Herstellungsweise im Betrieb ebenfalls veganfreundlich ist, könnt ihr nur über Siegel oder Herstelleranfragen erfahren.

Entspannt an der Kasse

Jetzt noch was für Experten. Wenn der Kassierer euren veganen Warenkorb in Windeseile abrechnet, dass ihr gar nicht hinterherkommt: legt Gemüse, Obst und Backwaren als „Stopper“ zwischen eure Ware. Denn das Abwiegen der Frischware erzeugt eine kurze Pause in der Warenwelle. So habt ihr mehr Zeit einzupacken.

Vegane Kleidung - modisch ohne Pelz und Leder

Vegane Kleidung – modisch ohne Pelz und Leder

Bei dem Wörtchen „vegan“ denken die meisten Menschen vermutlich „nur“ an die Ernährung. Doch sogar bei der Kleidung kann auf tierische Produkte verzichtet werden. Vegane Kleidung ohne tierische Produkte, die auch noch modisch ist, lässt sich ohnehin fast überall finden. Jedoch gibt es oft „versteckte“ tierische Stoffe in Kleidung, auf die geachtet werden kann.

Wer aus ethischen Gründen vegan lebt, verzichtet auf alle tierischen Produkte. Das bedeutet, nicht nur auf Fleisch zu verzichten, sondern auch Milchprodukte, Eier und alle Produkte, die von Tieren produziert worden sind sowie Pelz, Leder, Seide und Wolle.

Klingt auf Anhieb eventuell sehr hart, doch immer mehr Menschen in Deutschland entschließen sich für diese Lebensweise. Seidem die vegane Ernährung einen Hype erlebt, interessieren sich nun auch immer mehr Menschen für vegane Kleidung. Ihre Gründe dafür sind sehr vielfältig. Aus ethischen Hintergründen verzichten manche auf tierische Produkte für den Tierschutz. Auch aus ökologischen und gesundheitlichen Gründen sehen manche Menschen von den tierischen Produkten ab.

Wann ist Kleidung vegan?

Wer sich auf die Suche nach veganer Kleidung machen möchte, sollte einige Dinge beachten. Vor allem sollte vorher geklärt werden, was denn eigentlich vegane Kleidung ist. Genau wie bei der Ernährung gilt auch hier: es dürfen keine tierischen Produkte in der Produktion und im fertigen Kleidungsstück enthalten sein.

Zu den bekanntesten tierischen Bestandteilen gehören folgende. Auf diese solltest du beim Kauf von veganer Kleidung achten und sie vermeiden.

  • Leder
  • Wolle (zum Beispiel Angora, Alpaka, Kamelhaar, Kaschmir oder Mohair)
  • Seide
  • Filz
  • Pelz
  • Daunen/Federn
  • Horn
  • Perlmutt

Tiere hinter der Kleidungsproduktion

Es existiert der weit verbreitete Irrtum, dass manche Produkte, wie zum Beispiel Leder, Abfallprodukte der Fleischindustrie seien. In Wahrheit werden 40% der weltweiten Schlachtungen nur für die Lederproduktion durchgeführt. Die meisten Tiere, die in die Produktion der oben genannten Produkte involviert sind, werden extra für ihre Rohstoffe gezüchtet. Häufig kommen die Tiere aus Ländern, in denen es so gut wie keine Richtlinien zum Tierschutz gibt. So müssen die Tiere bei lebendigen Leib und unter starken Schmerzen geschoren oder gerupft werden. Manche werden auch erst auf brutale Weise und ohne Schmerzmittel getötet.

Beliebte und ualitativ hochwertige tierfreie Alternativen sind zum Beispiel Baumwolle, Leinen, Sojaseide Viskose oder Hanf.

Hier ein Tipp, was Ihr mit euren ausrangierten Kleidungsstücke machen könnt: Omas Pelz

Eine richtige Kennzeichnung zeigt, ob ein Kleidungsstück vegan ist

Leider existiert zurzeit noch keine extra Kennzeichnungen auf den Kleidungsstücken, die direkt erkennen lässt, ob ein Kleidungsstück vegan ist oder nicht. Daher hilft nur ein genauer Blick auf das Etikett. Es gibt aber einige versteckte Stoffe, die in veganer Kleidung nichts zu suchen haben sollten. Da kann beim Shoppen ein Smartphone schnell mit einer Suchmaschine helfen. Bei den folgenden Elementen sollte man genauer schauen, ob sie wirklich tierfrei sind:

  • Schuhinnensohlen können häufig aus echtem Leder bestehen, auch wenn der restliche Schuh aus Kunstleder besteht.
  • Knöpfe oder ähnliches verstecken manchmal Horn oder Perlmutt.
  • Applikationen oder Patches an Hosen, Jacken, Westen etc. sind sehr häufig aus Leder gemacht.
  • Sind Produkte verklebt und nicht vernäht, können auch hier häufig tierische Produkte lauern.

Ein weiterer Tipp: Schuhhersteller müssen mit bestimmten Kennzeichnung arbeiten, die euch verraten, ob das Obermaterial, die Laufsohle oder die Futter- und Decksohle aus entweder Leder, beschichtetem Leder, Textil oder Sonstigem besteht

In diesem Interview mit Martin Höfeler von Armedangels erfahrt ihr einiges über ökologisch und fair produzierenden Modelabel.

Aber Achtung! Vegan, öko, bio und fairtrade ist nicht dasselbe!

Viele Modemarken arbeiten mit Labels wie Öko oder Fairtrade. Diese Bezeichnungen vermitteln uns ein gutes Gefühl und vergewissern uns, dass diese Kleidungstücke unter sehr viel besseren Bedingungen hergestellt worden sind, als andere. Dennoch bedeuten sie nicht, dass das Produkt auch vegan sein muss. Wer nicht nur die Tiere, sondern auch die Umwelt schützen möchte, sollte aber auch auf eine biologische oder ökologische Produktion wert legen.

Es gibt mittlerweile spezielle Onlineshops, die nur vegane und ökologische Mode verkaufen. In vielen deutschen Großstädten wie Hamburg, München oder Berlin gibt es auch die Läden dazu.

Erfolgskurs veganer Produkte

Erfolgskurs veganer Produkte

Der Erfolgskurs veganer Produkte geht weiter: Das zeigt die Studie, des renommierten Marktforschungsinstituts Mintel.

Fleischalternativen dringen vom Nischenmarkt zum Massenmarkt

Pflanzliche Fleischalternativen werden nicht länger nur von Vegetariern, Veganern oder Allergikern gekauft. Sie sprechen inzwischen eine sehr breite Zielgruppe an: die wachsende Gruppe der sogenannten Flexitarier. Sie essen nur selten oder wenig Fleisch und kaufen bewusst häufig vegane oder vegetarische Produkte. Der genannten Studie zufolge nahm der Kauf von vegetarischen und veganen Fleischalternativprodukten innerhalb eines Jahres von 7% auf 18 % zu. Immer mehr Menschen in Deutschland greifen bewusst nach veganen Produkten wie wie Soja-Burger oder vegetarische Würstchen.

Europa liegt bei der Produktion pflanzlicher Proteinen vorn

Die Studie zeigt die große Aktivität des europäischen Markts bezüglich pflanzlicher Alternativprodukte: 2015 kamen 42 % aller Nahrungsmittel mit pflanzlichem Protein in Europa auf den Markt. Zum Vergleich: In Nordamerika waren es 13 %. Deutschland sticht bei den Produkteinführungen besonders heraus: Knapp 8 % aller weltweit neu eingeführten Fleischalternativen kamen 2015 hierzulande in die Supermärkte. Im Jahr zuvor waren es gerade mal 3 %.

Es bewegt sich sehr viel im veganen Sektor: Weltweit stieg der Anteil rein pflanzlicher Produkte an allen neu eingeführten Fleischalternativen von 8% im Jahr 2012 auf 38 % im Jahr 2015. An dieser Entwicklung sind ebenfalls deutsche Produzenten maßgeblich beteiligt. 2015 kamen fast 12 % aller neu entwickelten veganen Fleischalternativen aus Deutschland. Die USA liegen mit knapp über 3 % auf dem zweiten Platz.

Pflanzliche Proteinquellen werden immer populärer

In veganen und vegetarischen Fleischalternativen stecken weltweit vor allem Sojaprotein mit 56 % (dennoch wird über ein Drittel der Sojaproduktion in Tierfuttermittel gesteckt) und Weizenprotein mit 53 %, häufig auch in Kombination miteinander. Zunehmend Verwendung findet Erbsenprotein. Nüsse und Samen sind als Zutaten in Fleischalternativen ebenfalls im Kommen.

Eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Mintel zeigt, dass die Alternativprodukte dem Interesse der Konsumenten entsprechen: Demnach haben 59 % der befragten Menschen in Deutschland bereits Produkte aus alternativen Proteinquellen genutzt. Weitere 20% bekundeten ihr Interesse an diesen Produkten. Bemerkenswert ist die Rolle proteinreicher Algen. Sie werden als Basiszutat genutzt oder in Fleischalternativen wie Burgern verarbeitet. Algen werden laut Mintel als Superfood immer mehr nachgefragt. 23 % der Befragten haben entsprechende Produkte bereits probiert, 35 % sind an ihnen interessiert.

Milchalternativen aus vielfältigen Rohstoffen

Die Produzenten von Milchalternativen greifen auf zahlreiche Zutaten zurück. Nach wie vor führen allerdings Soja- und Mandelprodukte den Markt an. Mintel zufolge stieg der Anteil der Mandelmilch an den 2015 neu eingeführten Milchalternativen auf knapp über 5 %. 2010 lag der Anteil nur bei etwa 0,5 %. Weiterhin drängen auch immer mehr Produkte aus anderen Rohstoffen auf den Markt. Beispiele dafür sind Kokosnuss-, Cashew- oder Quinoamilch sowie die »Not Milk« des chilenischen Start-Ups NotCompany. Sie besteht aus Mandeln, Erbsen, Reis, Nüssen, Leinsamen, Kokosnuss und Vanille. Weitere Produkte des Unternehmens sind »NotYogurt« und »NotCheese«.

Die Vegane Produktpalette weitet sich immer mehr aus

Erfolgskurs veganer Produkte
Erfolgskurs veganer Produkte

Fachleute bei Mintel gehen davon aus, dass die wachsende Beliebtheit alternativer Ernährungsformen dazu führt, dass die Entwicklung veganer und vegetarischer Produkte noch weiter zunimmt. Für die nächsten Jahre erwarten sie zahlreiche Produktneuheiten, bei denen pflanzliche Zutaten im Mittelpunkt stehen. Wir dürfen also sehr gespannt sein!

Vegan - Gut fürs Klima und Regenwald

Vegan – Gut fürs Klima und Naturschutz!

Klimaschutz

Vegan für den Regenwald
Vegan für den Regenwald

Die Produktion tierischer Produkte wie Fleisch, Milch und Eier erzeugt mehr klimaschädliche Treibhausgase als der gesamte globale Verkehr. Da die Agrarflächen für den Futter­mittelanbau in den Industriestaaten nicht ausreichen, werden vor allem Pflanzen wie Soja in Südamerika angebaut, die über den gesamten Erdball transportiert werden muss. Um fü­r Sojaplantagen genug Platz schaffen zu können, wird der Regenwald gerodet. Getreide, das an Tiere verfüttert wird, steht nicht mehr für die direkte Nahrungsmittelproduktion zur Verfügung. Allein in Deutschland wird heute mehr als die Hälfte der gesamten Ernte an Nutztiere verfüttert. Mit geringerer Fleischproduktion könnte also ein enormer Beitrag für das Klima geleistet werden und mit unseren Rezepten ist Klimaschutz auch noch richtig lecker!

Regenwald und Palmöl

Palmöl ist als billiges Pflanzenöl in vielen Fertigprodukten enthalten. Für den Anbau der Ölpalmen werden aber riesige Regenwaldflächen abgeholzt und damit der Lebensraum von Menschen und Tieren wie dem Orang-Utan zerstört. Daher wäre auch ein Verzicht von Palmöl in der Produktion ein weiterer Pluspunkt für das Klima. Stattdessen kann ökologisch unumstrittenes Bio-Kokosfett oder hochwertiges High-Oleic-Sonnenblumenöl mehr Zugang in die Produktion finden.

Vegan - Gut fürs Klima und Regenwald
Vegan – Gut fürs Klima und Regenwald