Vegan im Urlaub - Tipps für stressfreie Ferien

Vegan Reisen

Spezielle Angebote für Veganer*innen im Urlaub sind meistens noch sehr selten, aber mittlerweile gibt es viele Internetportale, die vegane Hotels und Restaurants empfehlen und vereinzelte Reiseanbieter haben sogar vegane Reisen im Angebot. Ein veganer Urlaub muss heute also nicht mehr nur aus Bananen, Müsliriegeln und Studentenfutter bestehen und auch beim Komfort der Unterkunft müsst ihr längst keine Abstriche machen. Das heißt aber nicht, das jemand als Veganer*in auf diese Angebote angewiesen ist. Eine spontane vegane Reise in den Urlaub muss nicht schwierig sein. Zwar ist die Auswahl für Veganer*innen beim Frühstücksbuffet in gewöhnlichen Hotels eher dürftig und vegane Gerichte auf Speisekarten den meisten Restaurants sind eher selten oder man muss sie sich selbst durch Weglassen von Zutaten zusammenstellen, aber das heißt nur, dass man im Urlaub auch jenseits der üblichen Hotspots unterwegs sein muss, was der ganzen Reise eine schöne Abenteuernote verpasst, die dem Urlaub einen besonderen Charakter gibt.

Vegan im Urlaub - Tipps für stressfreie Ferien
Vegan im Urlaub – Tipps für stressfreie Ferien

Tipps für vegan Reisen

Ein veganer Urlaub beginnt bereits daheim in den eigenen vier Wänden. Internetseiten, die vegane Hotels und Restaurants auflisten, sind nicht das Einzige, was man im Vorfeld zu Rate ziehen kann. Häufig ist es schon hilfreich das Reiseziel + vegan reisen in eine Suchmaschine einzutippen, um viele praktische Tipps oder konkrete Hinweise auf vegane Hotels und Restaurants zu bekommen. Wenn man tatsächlich keine auf vegane Reisen eingestellte Unterkunft gefunden hat, kann man durchaus vor der Reise im Hotel anrufen und nachfragen, ob es dennoch möglich wäre ein veganes Frühstück zu bekommen. Das Gleiche gilt im übrigen auch für den Flug. Die meisten Airlines bieten eine vegane Alternative an, jedoch muss man diese vor der Reise bestellen. Möchte man im Urlaub lieber auswärts, als im Hotel essen, ist es ratsam sich im Vorfeld über die Zubereitung und die Zutaten traditioneller, einheimischer Gerichte zu informieren. Vor Ort kann man auch immer freundlich im Restaurant nachfragen, ob man etwas veganes zu Essen bekommt. Peta Deutschland bietet sogar den praktischen Vegan Passport an. Dieser listet in mittlerweile rund 74 Sprachen auf, was Veganer alles essen und erleichtert so die Kommunikation enorm.

Vegan Reisen innerhalb Deutschlands

Urlaub in Deutschland wird immer beliebter, egal ob an den Küsten, in den Bergen oder dazwischen. Als veganes zu Reiseiel ist Deutschland nahezu ideal. Neben veganen Hotels gibt es auch zahlreiche Pensionen und Gasthäuser, die sich an vegane Urlauber*innen angepasst haben. Wellness-Reisen, Kuren oder Sport- und Aktivurlaube lassen sich hier ideal kombinieren und wer es gerne etwas komfortabler mag, muss auch auf eine gehörige Portion Luxus nicht verzichten. Kleine Schlösser, alte Rittergüter und Biobauernhöfe haben sich zum Teil auf vegane Gäste eingestellt und bieten zusätzlich Aktivitäten wie Fitness, Kuren, Yoga- oder Pilateskurse an. Eine besonders große Auswahl veganer Hotels und Restaurants findet man natürlich in Großstädten wie Berlin und Hamburg. Es gibt auch ganz besondere Highlights, wie vegane Flusskreuzfahrten zu entdecken.

Vegan reisen in der ganzen Welt

Es gibt natürlich Orte auf der Welt, die sich mehr für vegane Reisen anbieten als andere. Urlaub in Asien gilt allgemein als sehr veganfreundlich, da bereits viele Gerichte traditionell vegetarisch sind. Aber auch hier ist Vorsicht geboten. Das traditionell indische Ghee ist zum Beispiel Butterschmalz, der zum Kochen und Braten verwendet wird und auch viele andere asiatische Gerichte werden mit Ei, Fischsoße oder Meeresfrüchtepastezubereitet. Für einige vielleicht überraschend, aber sogar die USA sind trotz Burger, Bacon und Co. sehr veganfreundlich. Sogar große Fastfoodketten wie etwa Taco Bell bieten vegane Gerichte an. Wie so häufig ist auch hier Kalifornien der Vorreiter. Hier gibt es zum Beispiel die vegane Restaurantkette Loving Hut, die ursprünglich aus Taiwan stammt und weltweit bereits circa 200 Filialen betreibt.

Vegan im Urlaub - Tipps für stressfreie Ferien

Vegan im Urlaub: Tipps für stressfreie Ferien

In einem schönen Urlaub möchten wir eine wundervolle Zeit mit viel Erholung, Inspirationen und natürlich gutem und wenn möglich einheimischem Essen Apropos Essen: Besonders im Urlaub kann es eine kleine Herausforderung sein, sich ausschließlich vegan zu ernähren . Eine neue und unbekannte Umgebung, eine fremde Sprache, keine eigene Küche und viel Zeit unterwegs machen es nicht immer leicht, sich auf Reisen rein pflanzlich zu ernähren. Wir haben hier mal einige Erfahrungen gesammelt und zusammengestellt. Hier könnt ihr auch Angebote für vegan freundliche Hotels und Pensionen finden.

Keine wirklichen Hindernisse

Trotz vieler Herausforderungen müsst Ihr im Urlaub nicht auf leckeres Essen verzichten oder gar hungern. Ob in Nationalparks in Nordamerika, in südostasiatischen Ländern oder auf Wandertouren in den Alpen, wo vegan eher ein Fremdwort ist. Auf traditionelle und einheimische Gerichte wie spanische Paella oder authentisches Streetfood in Marakesh muss man zugegeben in der Regel verzichten.

Vegan im Urlaub kann mehr Urlaub sein

Vegan im Urlaub - Tipps für stressfreie Ferien
Vegan im Urlaub – Tipps für stressfreie Ferien

Oft können wir feststellen, dass vegane Ernährung im Urlaub vieles erleichtert. Ihr müsst euch nicht ewig mit der Restaurantauswahl aufhalten, denn auf vielen Speisekarten finden sich schlichtweg keine veganen Gerichte. Oft könnt ihr euch schon mit Apps oder mit Reiseblogs oder -foren schon im Vorfeld informieren, wo Ihr essen gehen wollt.

Ihr könnt zielgerichtet auf Reisen durch eine Stadt gehen und wisst oft schon morgens, in welchem Restaurant ihr mittags oder abends essen gehen wollt. Manchmal bestimmt auch das Essen sogar die Planung eurer Tagesroute, indem ihr die Sehenswürdigkeiten in der nähe eurer Lokale anvisiert.

Fazit: Vegane Ernährung im Urlaub ist nicht schwer, aber zugegeben: die einheimischen kulinarischen Köstlichkeiten können auch verführerisch sein.

Vegane Spinat Börek


Vegane Spinat Börek selber machen


Vegane Spinat Börek sehen vielleicht kompliziert zu machen aus und hören sich nach viel Arbeit an, ihre Zubereitung ist aber einfacher als man denken mag. Vegane Börek aus Yufka-Teigblättern sind ein wahrer Genus.

Yufka-Teigblätter sind dünn ausgerollte Teigblätter, die in der Regel aus Wasser, Weizenmehl, Stärke, Salz und Öl bestehen. Ihr könnt sie in orientalischen oder anatolischen Supermärkten, entweder abgepackt im Kühlregal oder frisch an den Theken erhalten. Natürlich könnt ihr die Yufka-Teigblätter auch selber zubereiten, die fertigen Yufka-Teigblätter sind jedoch schon so gut, da braucht man schon viel Übung, um sie genauso gut hinzubekommen. Hier zeigen wir euch ein Rezept für vegane Spinat Börek mit fertigen Yufka-Teigblättern selber machen könnt.


Zutaten für etwa eine Auflaufform:

  • 500 g rechteckige Yufka-Teigblätter (erhältlich bei orientalischen und anatolischen Supermärkten)
  • 500g gehackter Spinat (auch tiefgekühlt)
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • optional Tomaten
  • 200 ml Öl
  • 200 ml Pflanzenmilch
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 Prise Kurkuma
  • 1 Prise Paprikapulver
  • Optional: Sesam zun Bestreuen

Zubereitung:

  1. Zwiebeln und Knoblauch schälen, in kleine Würfel schneiden und in einer Pfanne mit etwas Öl  anbraten bis sie glasig werden.
  2. Spinat (wenn nötig kleinhacken) hinzugeben und Rühren (tiefgekühlter Spinat taut beim Rühren auf).
  3. Öl mit der Pflanzenmilch und den Gewürzen verquirlen.
  4. Den Teig vorsichtig auspacken und eine Lage in die Auflaufform legen, mit dem Milch-Öl-Gemisch bestreichen, danach eine weitere Lage Teig hinzugeben und ebenfalls bestreichen. Neue Teigschicht zugeben und den Spinat darauf verteilen. Nun wieder eine Teigschicht mit Milch-Öl-Gemisch etc. Wer mag kann auch noch eine Schicht mit kleingeschnittenen Tomaten beifügen.
  5. Die letzte Teigschicht nach dem Bestreichen je nach Wunsch mit Sesam bestreuen und bei 180 Grad ca. 30 Minuten im Backofen goldbraun werden lassen.
  6. Genießt eure selbst gemachten veganen Spinat Börek 🙂


Wir wünschen viel Spaß und Erfolg bei der Zubereitung und einen guten Appetit!


Vegane Sommerrollen mit Erdnuss-Chili-Dip

Vegane Sommerrollen mit Erdnuss-Chili-Dip

Eingerolltes ist immer eine gute Idee, besonders wenn es frisch, lecker gesund und einfach geht. Bestes Beispiel für warme Sommertage: Vegane Sommerrollen. Gäste zu Besuch und keine Zeit oder Lust, lange in der Küche vor dem heißen Herd zu stehen? Kein Problem: Reispapier in die Mitte des Tisches legen, Reisnudeln, Gemüse und ein paar Dip-Schälchen dazu und dann sich jeder/jede seine/ihre Sommerrolle so zusammen wie er/sie es grade möchte und Lust dazu hat.

Natürlich kann der zuvorkommende Gastgeber bereits Vorarbeit mit den verschiedensten Variationen leisten und seine Gäste verwöhnen 😉 Aber das beste an der oben genannten Variante ist natürlich, dass alle ihrem eigenen Bedürfnis nachgehen können und ihre Rolle mit den Zutaten bestücken, auf die sie gerade Appetit haben und weglassen, worauf sie grade keine Lust haben oder generell nicht mögen. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass so ziemlich alles in und zu einer Sommerrolle passt:  Habt ihr noch Gemüse im Kühlfach, das weg muss. Dann rein damit. Da Ihr nur heißes Wasser für die Zubereitung benötigt, sind Sommerrollen sogar super für ein Picknick oder fürs Camping super.


Zutaten für den Dipp:

  • 6 getrocknete Dattel
  • 4 EL Erdnussmus
  • 2 EL Sojasauce
  • 2 TL Sriracha
  • 1 Limette Saf

Zutaten für ca 16 Sommerrollen:

  • 200 g dünne Reisnudeln
  • 1/4 Salatgurke
  • 1 Karotte
  • 1/2 gelbe Paprika
  • 120 g Rotkraut
  • 100 g Sojasprossen
  • 1/2 Bund Basilikum
  • 1/2 Bund Minze
  • 1/2 Bund Koriander
  • 16 Blatt Reispapier
  • und alles andere, worauf Ihr Lust habt, eure Rollen zu füllen 😉

Zubereitung für den Dipp:

  1. Datteln mit 150 ml kochend-heißem Wasser übergießen
  2. 10 Minuten stehen lassen
  3. Anschließend zusammen mit den übrigen Zutaten im Mixer oder High-Speed-Blender fein pürieren.

Zubereitung für die Sommerrollen:

  1. Reisnudeln in eine Schüssel geben und mit kochendem Wasser übergießen.
  2. Fünf Minuten ziehen lassen, abgießen und unter fließendem, kaltem Wasser abschrecken und gut abtropfen lassen.
  3. Salatgurke längs vierteln und zusammen mit der Karotte in feine Stifte schneiden
  4. Paprika und Rotkraut ebenfalls fein schneiden
  5. Basilikum-, Minze- und Korianderblätter zupfen und kurz kalt abschrecken
  6. Kaltes Wasser in eine ausreichend große Schale geben, je ein Blatt Reispapier kurz eintauchen und auf einen großen Teller legen
  7. Nacheinander mit Kräutern, Reisnudeln und Gemüse füllen

Vegane Sommerrollen mit Erdnuss-Chili-Dip

Vegane Sommerrollen mit Erdnuss-Chili-Dip